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40 Kilometern bis Hamburg


Der heutige Tag war sehr anstrengend. Vom Campingplatz in Frankenfeld ging es bereits vor acht Uhr in Richtung Rethem zum Bäcker.

Zwei nette junge Mädchen machten Kaffee und belegten die Brötchen.

Zehn vor neun ging es gestärkt weiter. Mir war klar, dass es ein anstrengender Tag werden würde. Mit 82 Kilometer rauf und runter war die Planung sehr sportlich. Deswegen versuchte ich die Pausen so gering wie möglich zu halten. Walsrode war schnell passiert und das Ziel für die Mittagspause war Soltau. Dort hatte ich mir das Brauhaus Albrecht für die Mittagspause ausgesucht. Ziemlich abgekämpft kam ich dort viertel nach zwölf an. Noch 33 Kilometer bis zum Campingplatz.

Die Fisch und Chips waren nicht besonders. Und in einer Hausbrauerei ein alkoholfreies Weizenbier zu trinken ist definitiv nicht meine Art, aber mein Körper befahl es mir. Als ich da saß und aß fing es draußen an, unwetterartig zu gießen. Aber wie aus Kübeln. Schnell habe ich die Regenplane über das Gepäck geworfen und den Helm in Sicherheit gebracht. Zum Glück war es nur ein Schauer.

Viertel vor zwei fuhr ich weiter. Mit extrem müden Beinen und kaum noch Luft in den Lungen. Das nennt man glaube ich eine Schwächephase. Noch 33 Kilometer mit zwei Anstiegen. Mir war Angst und Bang. Dazu waren die Wege nun nass und glitschig. Was das Fahren nicht einfacher machte. Aber Plan ist Plan. So beschloss ich alle elf Kilometer eine ausführliche Trinkpause einzulegen.

Die erste Trinkpause nach elf Kilometern war noch in sehr müden Zustand. Allerdings zeigte sich dann später die Sonne wieder und da schienen auch meine Kräfte wieder zurück zu kommen. So etwa nach der Hälfte der 33 Kilometer war ich wieder da.

Bei km 22 die zweite Trinkpause.

Halb fünf kann ich dann am Campingplatz an.

Die sehr nette Dame an der Rezeption erklärte mir alles ganz genau und verkaufte mir auch zwei Stärkungsbier.

Schließlich ließ ich mir noch ein Speiselokal empfehlen und ging nach einer ausgiebigen Dusche um halb sieben los in Richtung Waldklause. Dort gab es zu trinken dunkles Landbier und zum Essen Pfifferlingpfanne. Guter Koch!

Zum Abschluss noch ein sog. Waldklauser Geheimnis und einen Espresso und schon machte ich mich wieder auf den Rückweg zum Zelt.

Morgen, Montag, ist Ruhetag. Wäsche waschen und vielleicht Gegend erkunden. Aber keinesfalls mit dem Rad, denn meine Entzündungen am Hintern müssen erstmal auskurieren.

Am Dienstag dann nach Hamburg. Hoffentlich ein Highlight.


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